FAMILIEN FÖRDERN, DIE IM AUSLAND LEBEN
Wir unterstützen Familien die als entsendete Mitarbeiter im Ausland leben
darunter Expats, Missionarsfamilien sowie Mitarbeiter aus dem Auslands-Schulwesen etc.

Wer sind Third Culture Kids?

Bist du oft umgezogen und in verschiedenen Ländern und Kulturen groß geworden? Dann kennst du Abschiede genauso gut wie Neuanfänge – und vielleicht das Gefühl, nicht nur zu einem Ort zu gehören. Menschen, die einen wesentlichen Teil ihrer Kindheit oder Jugend in unterschiedlichen Kulturen gelebt haben, nennt man Third Culture Kids (TCK). Ihre tiefste Verbundenheit empfinden sie zu den Kulturen in denen sie gelebt haben und zu Menschen mit ähnlichen Erfahrungen. TCKs gehören zu Cross-Culture-Kids und können u.a. Kinder von Expats, Lehrer, Unternehmer und Missionaren oder Entwicklungshelfer sein, die im Ausland Tätig sind. 

Was ist mit Drittkultur gemeint?

Die sogenannte „dritte Kultur“ meint nicht die Mischung aus den Kulturen, in denen du als Kind gelebt hast, sondern ist vielmehr eine eigene Kultur, die aus den Gemeinsamkeiten der multikulturellen und mobilen Lebenserfahrungen mit Anderen entsteht.
Ein TCK zu sein heißt: Du trägst viele Kulturen und Prägungen in dir.

Besonderheiten

TCKs entwickeln aufgrund ihrer multikulturellen Erfahrungen viele besondere Stärken, darunter: eine erweiterte Weltsicht, schnelle Anpassungsfähigkeit, Empathie, Sprachkenntnisse und die Fähigkeit, Brücken zwischen Kulturen zu bauen. Gleichzeitig gehören für viele auch Herausforderungen dazu: innere Zerrissenheit, die Frage der Zugehörigkeit- und Kulturellen Identität, erlebte Rastlosigkeit oder auch unverarbeitete Verluste.
TCK-Sein bedeutet mit dieser Spannung umzugehen und gewonnene Erfahrungen in das Leben und die Identität einzubauen, und das bereichernde daran einsetzen zu lernen. 

Zu TCK Training

Wir wollen TCKs in ihrem Leben aufblühen und die Schätzte ihrer Erfahrungen einsetzen sehen! Durch das Aufklären, Ausstatten und Unterstützen ihrer Eltern sowie Begleitpersonen und letztendlich TCKs selbst, wollen wir sicherstellen, dass TCKs in ihrer Entwicklung und den Herausforderungen eines mobilen Lebensstils umfangreich unterstützt werden. Unser Ziel ist es, dass sie ihre kulturübergreifenden Erfahrungen als Bereicherung erleben können. Wir bieten somit Workshops zu unterschiedlichen Themen rund um das global mobile Familienleben an. All unsere Angebote basieren auf unser weites Erfahrungsspektrum, den gemeinsamen Austausch und den aktuellen Forschungserkenntnissen.

Online Workshops - auf Deutsch


Über uns

Wir wollen Familien die als entsendete Mitarbeiter im Ausland leben unterstützen. Darunter zählen Expats, Entwicklungshelfer, Missionarsfamilien sowie Mitarbeiter vom Auslands-Schulwesen.

Wenn Eltern auf Grund ihrer Beruflichen Laufbahn ins Ausland ziehen, bedeutet das häufig ein Umzug für die gesamte Familie und somit eine große Veränderung für alle. Die Kinder wachsen nun in unterschiedlichen Kulturen auf und werden in ihren Entwicklungsjahren davon geprägt. Kinder die solche Erfahrungen gemacht haben, nennt man "TCKs" (Third Culture Kids - ein Begriff den  Dr. John und Ruth Hill Useem sowie Pollock, Van Reken eingeführt haben)  

Allein die Entwicklungsjahre von Kindern und Jugendlichen bringen unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Ein hochmobiler Lebensstil mit ständigen Umbrüchen und Akkulturationsprozessen, lässt TCKs häufig vor zusätzliche Herausforderungen stehen. TCKs und deren Eltern brauchen somit eine auf ihren Lebensstil ausgerichtete, präventive Fürsorge.

Leider wurde sehr lange der Bedarf einer guten Begleitung von TCKs unterschätzt. Durch die hohe Anpassungsfähigkeit der Kinder wurde von einer selbstverständlichen Resilienz ausgegangen. Doch das heutige Wissen lehrt uns, dass Resilienz vor allem durch ein unterstützendes und fürsorgliches Umfeld aufgebaut wird. Wir müssen uns also aktiv um TCKs kümmern, damit sie eine gute Widerstandsfähigkeit aufbauen können.

Unsere Arbeit

Durch präventive und begleitende Angebote für TCKs, deren Eltern sowie Mitarbeiter des Personalwesens (Member Care) wollen wir aufklärend, ausstattend und unterstützend arbeiten.
TCK-Training bietet Schulungen und Kurse für TCK-Betreuer, Familien und  erwachsene TCKs an. Wir wollen Familien in ihren Umbruchsphasen zur Seite stehen, sie ausstatten damit sie diese gut meistern können und den TCKs helfen  ihre Herausforderungen zu bewältigen. Unser Ziel ist, dass TCKs und deren Familien sich begleitet fühlen um gestärkt ihrem Dienst und Alltag nachgehen zu können.

Unsere Erkenntnisse

Unsere langjährige Erfahrung in der Betreuung von TCK hat uns gezeigt, dass TCKs vor zusätzlichen Herausforderungen stehen, im Vergleich zu Kindern, die in einem monokulturellen Umfeld aufwachsen. Diese Erfahrungen können die Widerstandsfähigkeit strapazieren und labilisieren.
Wir wollten die TCK-Erfahrungen jedoch genauer unter die Lupe nehmen und unsere Beobachtungen auch wissenschaftlich belegen. In unseren Umfragen berichteten 21 % der TCKs über negative Kindheitserfahrungen (Adverse Childhood Experiences, ACEs). Dies stellt einen höheren Prozentsatz dar, im Vergleich zu den 12,5 % der amerikanischen Bevölkerung, 9 % der Filipinos und 9 % der Briten. Laut der ACE-Studie besteht bei Personen mit 4 oder mehr ACEs ein erhöhtes Risiko auf spätere negative gesundheitliche Folgen.

Belastende Erfahrungen wie häufige Verlusterlebnisse, andauernder Stress oder ein mangelndes stabiles soziales Umfeld können zu erhöhter Irritation, Angst oder Depressivität führen. In unserer Umfrage gaben 39 % der erwachsenen TCKs an, Angstzustände oder Depressionen erlebt zu haben. Wir beobachten bei TCKs häufig eine angestaute und verdrängte Trauer, welche sich unverarbeitet irgendwann zu einem „Trauerturm“ anhäuft und im Erwachsenenalter (häufig zwischen 18 und 25 Jahren) zusammenzufallen scheint. Häufig ausgelöst durch weitere Lebensumbrüche (Umzug, Trennung, Studium oder Berufseinstieg etc.).
Wir glauben, dass durch präventive Arbeit und eine regelmäßige Begleitung von TCKs, wir das Auftürmen dieser unverarbeiteten Gefühle verringern können. Somit wollen wir mögliche Komplikationen im Erwachsenenalter vorbeugen und stattdessen aufblühende TCKs heranwachsen sehen.

Melanie Reuter

Leitung von TCK Training Deutschland

Melanie ist zwischen Südamerika und Deutschland aufgewachsen. "Typisch TCK" besitzt sie zwei Pässe, spricht drei Sprachen und ist bisher 13 Mal umgezogen. Als Kunsttherapeutin (B.A.) schlägt ihr Herz für präventive Fürsorge, insbesondere für TCKs und ihre Familien. Durch TCK-Training Deutschland möchte sie Eltern und Begleitpersonen ausstatten um TCKs bestmöglich zu unterstützen, damit sie ein gestärktes Identitätsgefühl und Selbstwirksamkeit erleben. 

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